Der 1&1 Netzausbau Thread

  • effecteD Du widersprichst dich irgendwie im 1. und 2. Absatz.

    Im 1. verneinst du den LTE-Vorteil, im 2. sprichst du dann LTE den Vorteil wieder zu: "Also LTE ist da schon von Vorteil, GSM struggelt da."


    Sinngemäß sind eure Aussagen doch gar nicht so unterschiedlich...

    Beste Grüße aus der Lausitz

  • War ja klar das wieder ein Oberlehrer kommt und Rosinen picken muss.

    Ich habe das ganze vereinfacht ansonsten wäre der Beitrag noch länger geworden und für die meisten nicht besser verständlich.


    Puh, das klingt schon stark nach Marketingzeugs. LTE nutzt Reflexionen nicht aktiv aus

    Doch LTE nutzt Mehrwegeausbreitung aktiv durch den Zyklischen Präfix und nutzt Reflexionen zur verbesserten Datenerkennung.



    Wenn RSRP bzw. SINR zu schlecht werden, hilft auch QPSK irgendwann nicht mehr, dann bricht die Verbindung schlicht ab.

    Ach krass, ein Signal bricht irgendwann ab, danke für die Info...


    Außerdem sollte man beim Link Budget auch den Uplink berücksichtigen: Ein GSM-Endgerät kann bei 1800 MHz bis zu 30 dBm senden, während bei LTE typischerweise bei 23 dBm schluss ist. Diese rund 7 – 8 dB Unterschied können insbesondere indoor einen deutlichen Einfluss haben, da der Uplink häufig der limitierende Faktor ist. Das ist ein erheblicher Vorteil, vor allem indoor.

    Auf GSM 1800 wird maximal mit 1 Watt gesendet das ist Korrekt, aber LTE ist auch hier trotzdem im Vorteil.

    LTE BBUs verfügen über extrem rauscharme Verstärker und digitale Signalprozessoren, die wesentlich schwächere Signale vom Endgerät noch sauber verarbeiten und auswerten können.


    Auch werden Pakete nicht einfach magisch wiederhergestellt wie du schreibst, sondern neu gesendet oder durch FEC korrigiert.

    Wer hat behauptet Pakete werden magisch wiederhergestellt?

    Höre auf irgendwelche Dinge zu erfinden! Natürlich werden Pakete zur Fehlerkorrektur mit gesendet und Hybrid ARQ genutzt.


    Und was ist mit der Gebäudedämpfung? Hast du diese vergessen? Da kann, je nach Bausubstanz zwischen 5 - 12 dB zusätzliche Dämpfung für 2600 MHz gegenüber 1800 MHz auftreten.

    Das ist richtig, spielt aber in der Stadt eher weniger eine Rolle, hier sollten die Sender eigentlich sowieso nah genug sein.

    Ausnahmen gibt es natürlich immer.

    Letztendlich hat das aber nichts mit GSM oder LTE zu tun.

  • Mal etwas zum Netzausbau durch Vantage Towers:

    In Hamburg ist man auch nicht untätig :):

    • eNB 203165 (Stob vom 03.08.2020): +LTE 1800 --> 2100er-RRHs wurden getauscht, ob da auch an der Stromversorgung gebastelt wurde weiß ich allerdings nicht ^^.

    Die letzten 2 Wochen wurde der Standort komplett umgebaut (WattWächter-STOB vom 05.12.2023). Deutlich höhere Antennenträger und Hexabands und AAUs von Huawei funkeln dort jetzt für +700,800,L900,3500 (Netzintegration ausstehend). Glasfaser kam bereits Mitte 2023 ;).


    1&1 wurde zusätzlich aufgebaut mit eigenen Antennenträgern und 3 Panels je Sektor. LWL liegt noch aus HanseNet-Zeiten direkt vor dem Standort ^^.

    Unterwegs in ganz Hamburg u. a. mit Samsung Galaxy S24 FE + Google Pixel 8a und Telekom Unlimited (5G) :). Außerdem ausgestattet mit Vodafone Callya und O2 Prepaid.


    Topspeed im 5G-Netz der DTAG bisher 2.025 Mbit/s ;).

    Einmal editiert, zuletzt von userVF2k1 ()

  • effecteD Du widersprichst dich irgendwie im 1. und 2. Absatz.

    Im 1. verneinst du den LTE-Vorteil, im 2. sprichst du dann LTE den Vorteil wieder zu: "Also LTE ist da schon von Vorteil, GSM struggelt da."


    Sinngemäß sind eure Aussagen doch gar nicht so unterschiedlich...

    Das war nur auf die Reflexionen bezogen. In diesem Punkt ist LTE durch OFDM robuster. Ansonsten gilt das andere geschriebene und somit passt meine Aussage.


    Doch LTE nutzt Mehrwegeausbreitung aktiv durch den Zyklischen Präfix und nutzt Reflexionen zur verbesserten Datenerkennung.


    Das habe ich doch so geschrieben? Du hast meine Passage im Grunde nur wiederholt. Multipath-Toleranz heißt aber nicht automatisch bessere Ausbreitung oder Reichweite.


    Auf GSM 1800 wird maximal mit 1 Watt gesendet das ist Korrekt, aber LTE ist auch hier trotzdem im Vorteil.

    LTE BBUs verfügen über extrem rauscharme Verstärker und digitale Signalprozessoren, die wesentlich schwächere Signale vom Endgerät noch sauber verarbeiten und auswerten können.


    Ich würde mich hier nur wiederholen, fakt bleibt nun mal das Link-Budget und das machst du mit deinen genannten Faktoren nicht weg. Du meintest wahrscheinlich RRU? BBU macht nur die Baseband-Signalverarbeitung. ;)


    So jetzt wieder BTT, damit der Thread nicht abdriftet ins tief technische. ^^

  • Hab jetzt die Haushalte nach Zensus 2022 systematisch auf das Mobilfunk-Monioring gemappt. Demnach waren die Anteile der Haushalte nach Anzahl der mit Breitband versorgenden Anbieter (Maximum aus 4G und 5G) wie folgt:


    0 1 2 3 4
    2024-07 0.07 0.35 1.92 90.60 7.05
    2024-10 0.07 0.35 1.90 89.19 8.49
    2025-01 0.06 0.33 1.83 82.08 15.70
    2025-04 0.06 0.32 1.78 83.61 14.23
    2025-07 0.05 0.28 1.70 81.91 16.06
    2025-10 0.05 0.28 1.65 79.23 18.80
    2026-01 0.04 0.26 1.59 74.97 23.14


    1&1 wird nicht viel mehr als die mit 4 sein, und das ist wohl eher eine Schätzung am oberen Rand, weil in den Gitterdaten ziemlich viele Haushalte auf die Summe fehlen und die Ursache mutmaßlich hauptsächlich Abrundungen auf 0 in dünner besiedelten Gegenden aus Datenschutzgründen sind. Allerdings komm ich bei den »grauen Flecken« auf eher höhere Werte als die BNetzA, während demnach das Gegenteil zu erwarten wär.


    In der Dokumentation steht als Zeitpunkt für den Januar 2026 »Ende Dezember 2025«. Das schaut also zumindest nach weniger als 25% aus, was wohl heißt, dass 1&1 mit einem niedrigeren Pegel als im Monitoring rechnet.


    Mit etwas Aufwand lassen sich übrigens wohl auch die vollen Daten aus der Karte extrahieren. Liegen zwar offenbar nur als PNG-Kacheln vor, aber immerhin so, dass das wahrscheinlich verlustfrei und ohne allzu große Verrenkungen geht.

  • In Wiesbaden sind zur Zeit auch alle in Cellmapper verzeichneten Stationen online (evtl. mit einer anderen eNB). Ich glaube das war bisher hier noch nicht der Fall oder nur für ein paar Tage mal letztes Jahr im Juni.

    Eine neue muss noch umbeannt werden, vielleicht geht sie auch vorher länger offline.. Wäre ja nicht das erste Mal. Eine andere neue ist jetzt wohl richtig offen.

    Sonst sind wohl alle umbenannt und mit Band 1 versehen worden mit Ausnahme der 5 Stationen zur eNB 334538. Keine Ahnung warum sie die bisher ausgelassen haben.

    Band 1 lässt sich nach wie vor nur über eine andere 1&1 Zelle erreichen und in der Regel findet auch wieder eine Umbuchung in Band 7 statt, sofern diese halbwegs gut zu empfangen ist.

  • Eventuell will man die Kapazität auf Band 1 frei halten für Endgeräte die B7 nur noch schwach empfangen.

    Wird CA mittlerweile genutzt?

Jetzt mitmachen!

Sie haben noch kein Benutzerkonto auf unserer Seite? Registrieren Sie sich kostenlos und nehmen Sie an unserer Community teil!